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Katze pinkelt ins Bett – was beachten und wie reagieren?

Katzen machen ins Bett - Tipps - Pixabay

Das Problem wird dem einen oder anderen Katzenbesitzer sicherlich bekannt vorkommen. Wenn Katzen ins Bett machen, dann stimmt mit ihnen meist etwas nicht. Entweder fühlen sie sich von ihrem Eigentümer schlecht behandelt oder sie leiden an Erkrankungserscheinungen, welche die unterschiedlichsten Auslöser aufweisen können.

Katzen sind sehr auf Hygiene bedachte bzw. saubere Haustiere, die nichts mehr lieben als eine saubere Umgebung – mal abgesehen von ihrer sich in der ganzen Wohnumgebung verteilenden Haare. Auch beim Gang auf die Toilette achten Stubentiger darauf, dass sie eine möglichst saubere Umgebung vorfinden. Das Bett ist an für sich zwar auch sauber und heimisch für das Haustier, doch trennt es den Schlafbereich deutlich von seiner Toilette oder dem Futterplatz – ganz im Gegensatz zu mancher Hunderasse oder anderen Haustieren wie Hasen und Hamster.

Die Probleme der tierischen Bettlägerigkeit liegen natürlich auf der Hand, sowohl für die Katze als auch für den Eigentümer. Neben dem stetigen Wechseln der Bettwäsche kann vor allem die Verbannung der Samtpfote aus dem Schlafzimmer für eine Intensivierung des Problems sorgen. Wenn die Katze sich verletzt und isoliert fühlt, sucht sie sich andere Möglichkeiten, um ihre Unzufriedenheit zu zeigen. Das können beschädigte Wände und Blumenbeete, aber auch kaputte Lampen, Fernseher und sogar Schränke sein. Die Zerstörungswut unzufriedener Katzen kennt praktisch keine Grenzen.

Wenn das Problem des Stubentigers dagegen auf eine Krankheit zurückzuführen ist, sollten Sie sich als Besitzer etwas mehr Zeit nehmen und Ihr Haustier mehrere Tage lang beobachten. Nur so kann anschließend erkannt werden, ob es was Vorübergehendes oder Chronisches ist. Ganz gleich, ob Sie meinen, das Problem erkannt zu haben, sollten Sie anschließend natürlich trotzdem ein Tierarzt aufgesucht werden, um mit diesem gemeinsam das Problem zu beheben. Anschließend kann die Katze in der Regel wieder ein normales Leben führen können. Übrigens können auch Angst, Stress und Hygienemangel als psychologische Belastung ein Grund für die Bettlägerigkeit der Katze sein. In diesem Fall gilt es, die Problemquelle ausfindig zu machen und zu entfernen bzw. anzupassen.

Warum ausgerechnet das Bett?

Das Bett stellt für eine typische Hauskatze etwas ganz Besonderes, fast schon Paradiesisches dar. Das gilt vor allem dann, wenn sie die Erlaubnis haben, mit ihrem Besitzer gemeinsam darin die Nächte zu verbringen. Die Experten, die darüber Ratschläge verteilen, ob eine Katze überhaupt etwas im Bett verloren hat, könnten sich uneiniger gar nicht sein. Wahre Tierliebhaber sehen natürlich keine Gründe, warum die Samtpfote nicht mit im Bett schlafen sollte. Dieser Meinung sind auch die meisten Tierärzte, da sie darin den Zusammenhalt und den Schutz des Tieres sehen, das sich obendrein auch nicht isoliert fühlt. Daher geht der Trend durchaus darin, dass Katzen ebenso im Schlafzimmer verweilen dürfen wie etwa Hunde, wobei diese doch etwas mehr Dreck unter oder auf die Bettdecke bringen.

Da Katzen das Schlafzimmer und Bett als ihren Nacht- und Rastplatz ansehen, nimmt dieser Bereich natürlich auch eine besondere Rolle für sie ein. Es handelt sich bei Stubentigern zudem um Rudeltiere und nicht um Einzelgänger wie das bei Wildkatzen der Fall ist. Das gilt vor allem in der Nachtzeit. Wer mehrere Katzen hat, weiß, dass diese am liebsten gemeinsam die Nacht verbringen – natürlich den Besitzer eingeschlossen. Denn dieser gehört für die Katze mit zum Rudel, und zwar als sogenannte „Überkatze“, die Nahrung bereitstellt, die Umgebung reinigt und für Wärme sorgt.

Wenn Katzen also ins Bett pinkeln, tun sie sich zunächst selbst keinen Gefallen. Dabei spielt die Ursache für dieses Verhalten keine Rolle. Samtpfoten lieben nichts mehr als eine saubere Umgebung, vor allem zum Schlafen. Sie versperren sich durch ihre Bettlägerigkeit praktisch die gemeinsame Nachtzeit mit ihrem Besitzer, der für sie mehr als ihr Frauchen oder Herrchen, sondern eine Art Überkatze darstellt. Daher sollten Katzenbesitzer dieses Verhalten auch genau beobachten und darauf reagieren.

Sofern die Katze nicht krank ist und somit aus Angst, Stress oder Frust bzw. aufgrund hygienischer Ursachen mit Bettlägerigkeit reagiert, muss ihr natürlich die klare Kante gezeigt werden. Sie sollte zum einen die nächsten Tage oder gar Wochen keinen Zugang mehr ins Schlafzimmer oder auch auf die Couch erhalten und zum anderen nicht zusätzlich mit besonderen Geschenken, etwa in Form von Leckerlies oder Streicheleinheiten verwöhnt werden. Erst wenn sie selbst zur Einsicht kommt und in Katzenmanier um Verzeihung bittet, sollte ihr vergeben werden. Dennoch gilt auch, dass die Katze trotz Bestrafung keinesfalls isoliert werden sollte, da sie das ansonsten persönlich nehmen könnte und im schlimmsten Fall sogar (für immer) das Weite sucht.

Schließlich sind auch Stubentiger nicht fehlerlos und agieren häufig emotional – ähnlich wie der Mensch. Daher müssen Fehler auch verziehen werden, damit sie erkennt, dass sie Teil Ihres Rudels ist. Dennoch sollte die Katze zu spüren bekommen, dass sie mit ihrer Bettlägerigkeit eine Grenze überschreitet. Schließlich weiß sie genau, wie heilig das Bett auch für den Menschen ist und versucht durch eine solche Aktion in erster Linie zu provozieren und zu streiten, meist weil sie sich ungerecht behandelt fühlt.

Ursachen für die Bettlägerigkeit von Katzen

Wie bereits erwähnt können die Ursachen verschiedene Gründe aufweisen, entweder charakterliche oder gesundheitliche. Die nachfolgende Auflistung mit Beispielen verschafft Ihnen einen besseren Überblick zu den möglichen Ursachen, die häufig für die Bettlägerigkeit von Stubentigern verantwortlich sind.

  • Krankheitsbedingte Ursachen
  • Stressbedingte Ursachen
  • Angstbedingte Ursachen
  • Frustbedingte Ursachen
  • Hygienische Ursachen

Meist ist eine der fünf genannten Ursachen verantwortlich für die Bettlägerigkeit der Katze. Laut Studien sind Krankheiten allerdings seltener ein Fall dafür. Eher sind es hygienische oder frustbedingte, seltener auch angst- und stressbedingte Gründe, die dafür sorgen, dass der Stubentiger ins Bett macht.

Lösungsansätze

Es gibt viele verschiedene Lösungsansätze, durch die das erwähnte Problem behoben werden kann. Diese hängen natürlich von den Ursachen ab, die oben nummerisch aufgelistet sind. Die nachfolgende Auflistung ergänzt sich mit jener, welche die verschiedenen Ursachen beschreibt. Je nach Nummer finden Sie für jede Ursache eine empfohlene Lösung vor.

  • Der Weg zum Tierarzt ist bei krankheitsbedingten Ursachen der einzige Ausweg
  • Stressfaktoren sollten bei stressbedingten Ursachen gefunden und vermindert werden
  • Angstfaktoren sollten bei angstbedingten Ursachen gefunden und entfernt werden
  • Verhaltensweisen der Katze sollten bei frustbedingten Ursachen analysiert werden
  • Das Katzenklo sollte auf Eignung, Örtlichkeit und Sauberkeit überprüft werden

Vor allem bei frustbedingten und hygienischen Ursachen kann es etwas länger dauern, bis die Katze wieder normale Verhaltensweisen an den Tag legt. Wichtig ist für Katzenbesitzer, dass sie bei krankheitsbedingten Ursachen wirklich einen Tierarzt aufsuchen und keine Eigendiagnose vornehmen, da sie mit der Gesundheit ihres Haustieres ansonsten spielen.

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Hauptberufliche Online-Texterin und Redakteurin. Bereits seit 2007 arbeite ich auf selbstständiger Basis im www. Als Mutter von 4 Kindern verfüge ich über umfangreiches Wissen in den Bereichen, Kinder, Familie, Haus, Garten, Gesundheit und Immobilien. Dies sind auch meine beruflichen Kernthemen im Bereich Texterstellung. Mein Wortschubse-Testblog ist rein privater Natur und es finden sich hier nur Produkte, die meine Familie oder ich selbst getestet haben.

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